13.10.2014
Deutliche Mehrheit der Bev├Âlkerung f├╝r aktive Sterbehilfe

Die deutliche Mehrheit der Bev├Âlkerung steht der Forderung, unheilbar schwerstkranken Menschen auf deren Wunsch hin aktiv Sterbehilfe zu gew├Ąhren, positiv gegen├╝ber. Hier├╝ber berichtet das Institut f├╝r Demoskopie Allensbach in einem Kurzbericht vom 6. Oktober 2014.

67 Prozent sprechen sich daf├╝r aus, aktive Sterbehilfe in Deutschland zu erlauben. Damit ist die Akzeptanz f├╝r die aktive Sterbehilfe in den letzten Jahren weiter gestiegen. 2008 sprachen sich 58 Prozent f├╝r die M├Âglichkeit der aktiven Sterbehilfe in Deutschland aus. Eine deutliche Mehrheit der B├╝rger spricht sich in diesem Zusammenhang auch f├╝r die Zulassung von privaten Sterbehilfe-Organisationen wie etwa in der Schweiz aus. 60 Prozent sind der Meinung, dass man auch in Deutschland privaten Sterbehilfe-Organisationen erlauben sollte, unheilbar kranke Menschen bei der Selbstt├Âtung zu unterst├╝tzen. Lediglich jeder f├╝nfte ist der Meinung, dass solche Organisationen verboten bleiben sollten.

Die Zustimmung zur aktiven Sterbehilfe geht quer durch alle Bev├Âlkerungsschichten, weitestgehend unabh├Ąngig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Konfessionszugeh├Ârigkeit. So sind 70 Prozent der M├Ąnner und 65 Prozent der Frauen f├╝r die M├Âglichkeit einer aktiven Sterbehilfe; in den verschiedenen Generationen sind es zwischen 65 und 68 Prozent. Auch die Schulbildung hat kaum eine Auswirkung. In allen Bildungsschichten ist mit 64 bis 70 Prozent eine gro├če Mehrheit daf├╝r, dass schwerkranke Menschen dabei unterst├╝tzt werden d├╝rfen, ihr Leben auf eigenen Wunsch hin zu beenden. Auch unter Katholiken und Protestanten ist jeweils eine gro├če Mehrheit f├╝r die aktive Sterbehilfe. Weniger eindeutig ist das Bild lediglich bei den regelm├Ą├čigen - und damit ihren Kirchen besonders verbundenen - Kirchg├Ąngern. Von ihnen sind 39 Prozent f├╝r, 33 Prozent gegen die aktive Sterbehilfe.

Noch gr├Â├čer als die Akzeptanz f├╝r die aktive Sterbehilfe ist die Zustimmung zur passiven Sterbehilfe, dass also ein Arzt lebensverl├Ąngernde Ma├čnahmen einstellen kann, wenn der Patient dies ausdr├╝cklich w├╝nscht. Derzeit sprechen sich 78 Prozent f├╝r, nur 7 Prozent gegen diese Form der Sterbehilfe aus. Damit entspricht die Zustimmung in etwa dem Niveau, das auch ├╝ber die letzten Jahre zu messen war, als sich zwischen 72 Prozent und 80 Prozent der Bev├Âlkerung f├╝r die passive Sterbehilfe aussprachen.

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