02.10.2014
4,9 Millionen Neueinstellungen im Jahr 2013

Insgesamt gab es 2013 in Deutschland 4,9 Millionen Neueinstellungen, berichtet das Institut f√ľr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Rund 4,1 Millionen Neueinstellungen fanden in Westdeutschland statt, gut 800.000 in Ostdeutschland. Die Zahl der Neueinstellungen blieb damit dem IAB zufolge in beiden Landesteilen auf anhaltend hohem Niveau.

Fast die H√§lfte der neu eingestellten Personen kam direkt aus einem anderen Besch√§ftigungsverh√§ltnis, gut ein Drittel war zuvor arbeitslos. Knapp ein F√ľnftel absolvierte zuvor eine Ausbildung, eine Weiterbildung oder ein Studium, war aus anderen Gr√ľnden nicht erwerbst√§tig oder zuvor selbst√§ndig. Rund 50 Prozent der Neueinstellungen beruhten auf l√§ngerfristigem Mehrbedarf, 38 Prozent auf l√§ngerfristigem Ersatzbedarf. Auf kurzfristigen Mehr- und Ersatzbedarf entfielen zw√∂lf Prozent der Neueinstellungen.

Mehr als ein Viertel aller Stellenbesetzungen kam √ľber die Nutzung pers√∂nlicher Kontakte oder durch Empfehlungen eigener Mitarbeiter zustande. Knapp ein F√ľnftel der Stellen wurde √ľber Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften besetzt. Jede achte Stelle wurde √ľber die Arbeitsagentur oder deren Online-Stellenb√∂rse besetzt, knapp jede zehnte √ľber andere Stellenb√∂rsen im Internet. Initiativbewerbungen oder eine Bewerbung aus einer Bewerberliste kamen zusammengenommen ebenfalls bei rund jeder zehnten Stellenbesetzung zum Zuge. Private Arbeitsvermittler und die Auswahl aus Leiharbeiternehmern, Auszubildenden oder Praktikanten spielten dagegen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.

Die Betriebe berichteten bei 37 Prozent der ostdeutschen und 34 Prozent der westdeutschen Neueinstellungen von Schwierigkeiten. Besonders problematisch war die Stellenbesetzung bei der Suche nach Meistern oder Technikern " hier kam es sogar bei fast jeder zweiten Stellenbesetzung zu Schwierigkeiten. Im ersten Anlauf konnten daher in Westdeutschland 13 Prozent aller Stellen nicht erfolgreich besetzt werden, in Ostdeutschland 18 Prozent. Wenn Betriebe bei der Personalrekrutierung Kompromisse eingegangen sind, so geschah dies eher im Hinblick auf den Lohn als hinsichtlich der Qualifikation oder der Berufserfahrung der Bewerber.

Vier Prozent der westdeutschen und sieben Prozent der ostdeutschen Suchprozesse wurden sogar endg√ľltig beendet, ohne einen geeigneten externen Bewerber gefunden zu haben.