Die Hausapotheke fristet in vielen Haushalten ein stiefmütterliches Dasein. Häufig gleicht sie mehr einem Sammelsurium aus angebrochenen Fläschchen, Tabletten ohne Pappschachtel und manchmal noch ungeöffneten Verpackungen. Apotheken empfehlen, zwei Mal im Jahr den Inhalt zu kontrollieren. Doch auch in Hausapotheken, die auf den ersten Blick ordentlich scheinen, lohnt ein Blick: Ist das Haltbarkeitsdatum überschritten? Fehlt der Beipackzettel? Bei Arzneimitteln gilt außerdem der wichtige Hinweis: nicht einfach in den Müll werfen!
Beim Umgang mit Arzneimitteln gilt es ein paar Grundregeln beachten: Zunächst sollte man die Medikamente immer in der Originalverpackung lassen, den Beipackzettel aufbewahren und das Datum des Öffnens auf dem Medikament notieren. Besonders Augentropfen, Salben und Säfte sind nur begrenzt haltbar. Im Zweifelsfall hilft der Apotheker gern weiter.
Zwei Mal im Jahr sollten die Arzneien auf Ablaufdatum und Aussehen überprüft werden. Bei angebrochenen, aber noch haltbaren Mitteln sollte man zusätzlich Geruch und Funktion testen.
Ganz wichtig: Arzneimittel kann man in der Apotheke oder bei den Sondermüllsammelstellen abgeben " sie gehören nicht in den Restmüll oder schon gar nicht in die Toilette! Denn viele Inhaltsstoffe sind wasserlöslich und können in den Kläranlagen nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden. Die Wirkstoffe entfalten aber auch noch Jahre später ihre Wirkung.
Jahr für Jahr wandern Milliarden Arzneimittel in den Müll, vielfach auch Medikamente, die aus verschiedensten Gründen gar nicht benutzt wurden. Um dies zu vermeiden, sollten Patienten von Vornherein mit dem Arzt oder Apotheker über mögliche Neben- und Wechselwirkungen oder Unverträglichkeiten sprechen. So lässt sich vermeiden, ein Medikament mit nach Hause zu nehmen, das man dann doch nicht einnehmen möchte " oder gar nicht einnehmen darf.